Ísland-best í heimi
Hallo ihr Lieben,

Hier also ein ziemlich unspannender
Einblick in mein ziemlich unspannedes Leben,
dass ich mit sehr spannenden Islaendern bestreite.
Genauer gesagt bin ich Austauschschuelerin in Island und versuche hier einige meiner Erlebnisse und Eindruecke wieder zu geben.
Hier findest du Fotos

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Verfasst am 09.01.2005 00:15:44 Uhr
„Duuuu, Brownie, ich kann nicht schlafen!“
das leise Flüstern reichte um den kleinen Brummbären aus Plüsch zu wecken. Mit einem Seufzen sah er in die Richtung aus der er das Stimmchen vernommen hatte, dass ihn so eben aus seinem festen- oder zumindest fest gewünschtem, Schlaf gerissen hatte. Es war dunkel und er sah kaum mehr als die Umrisse langer traurig herabhängender Schlappohren. Manchmal konnte sie wirklich anstrengend sein!
„Du, Brownie, mein Pfoten sind kalt!“
wow, das war in der Tat eine wichtige Information die es rechtfertigte ihn von wirklich Wichtigem, wie Schlafen zum Beispiel, abzuhalten. Er wollte ärgerlich sein, aber er war zu müde.
„Versteh mich nicht falsch, ich mag es wenn meine Pfoten kalt sind…“
Das wurde ja immer besser, und er wurde immer wacher…
„…so kalt als wäre man durch taunasses Moos gelaufen oder besser noch durch frischen weissen Schnee, als hätte man sie direkt unter einem Wasserfall in den Gletscherbach gehalten…“
…was er augenblicklich bereute.
„Aber die kalten Pfoten machen mich auf traurig!“
Na Super, dachte er. Er hatte einen Zustand erreicht in dem er die Situation einschätzen konnte. Es war mitten in der Nacht. Er lag mit seiner besten Freundin Solveig der Schneehäsin, in ihrem Bettchen, dass der Vater der kleinen Anna, eigens für ihre zwei Plüschgefährten auf der Fensterbank positioniert hatte.
Solveig hatte einen ihrer berüchtigten Anfälle, die sich meist in melancholischer Schwärmerei mit akuten Heimwehattacken äußersten.
„Weißt du wie viele wunderschöne Farben Schwefel bilden wenn er sich auf dem Boden absetzt?“
Eine rein rethorische Frage! Die Nacht war dunkel und trüb- seine Stimmung auch.
„Wenn du doch nur verstehen könntest…“
Das dachte er sich auch grade, warum konnte sie denn nicht verstehen dass…
„…wie frei man sich in der Weite des Landes fühlt, wie kraftvoll die Getscher sind wie energiegeladen die erde…“
Ja klar, bei ihr zu Haus war alles besser dachte er mürrisch, manchmal konnte sie so arrogant sein!
„…und die Berge sind so unterschiedlich, manchmal denke ich jeder Berg steht für einen Möglichlkeit!“
Ja, gut, Berge gab es hier nicht, aber Möglichkeiten schon, konnte sie nicht einfach die Berge durch unterschiedliche Bäume austauschen, die gabs schließlich hier und dort nicht, er hoffte sie hätte bald fertig geträumt.
„Ich weiss du willst das nicht hören…“
Sie hatte recht, vollkommen recht!
„…aber wenn ichs nicht erzähle muss ich platzen!“
Er dachte dass die Alternative vielleicht nicht die aller schlechteste wäre. Er hatte sie ja wirklich lieb, aber lieber hätte er seine Ruhe.
„Du, Brownie, ich kann nicht schlafen!“
„Zähl Schafe!!!“
Das zumindest glaubt sie aus dem wenig begeisterten Gebrummel verstanden zu haben.Hatte sie ihm schon mal erzählt das die Schafe im Sommer ganz frei waren? Hatte sie gasgt das sogar Elfenfamilien manchmal Schafe hielten? Hatte sie gesagt dass sie sich so sehr wünschte das er ihre Begeisterung verstehen könnte?Manchmal konnte er so unfair sein.
Eigentlich konnte er gar nichts dafür, ssagte sie sich, eigentlich tat er ihr Leid, denn er war schliesslich nie dagewesen, und was ist schon ein bericht, etwas das man nicht fühlen kann, nicht schmecken, nicht riechen, manchmal nicht verstehen kann.
Im nächsten Moment setzte sie auch schon, mit einem gemischten Gefühl, die Pfoten auf das weiche, nasse Moos. Sie konnte das Meer riechen und die Vögel kreischen hören, und sie fühlte sich frei.
Verfasst am 21.06.2004 16:12:38 Uhr Ueber den Nordpolarkreis und zurueck Mein Tag gestern fing eigentlich ganz harmlos (mit arbeiten) an. Als ich allerdings nach einem sehr langweiligen Tag im Museum nach Hause kam wartete islaendische spontanitaet auf mich.
Plan war von Egilsstadir (Ostisland) wo ich ja momentan wohne nach Akureyri(Nordisland) zu fliegen und dort fuer die "Herz"-Autovermietung, die zum Flughafen (fuer den mein Gatsvater arbeitet) gehört, ein Auto nach Egilsstadir zurueck zu fahren. Weil es natuerlich meine leten Tage hier sind durfte ich also mit.
Um 19h sass ich also (ziemlich Todesmutig) in einem SEHR kleinen Flugzeug (faste so ca.19 Leute, allerdings waren wir nur drei Passagiere). Als der Pilot (man konnte in die Kabine gucken... ganz interessant son Flugzeug!) irgendwas and die Frontscheibeklebte erzaehlte mir mein Gastvater ernst das sei eine Seite aus den Bedienungsanleitungen... wow und damit war ich vor Angst auch schon wirklich gestorben.
Start war dann schlimm- Landung war schlimmer... die piloten die trauen sich was! Die Biegung mit der das Rollfeld angezielt wurde wuerde ich mit "Kamikaze" beschreiben (180°gekippt, 70°runter). War mir schlecht ! Und mit den Worten "NIE WIEDER" stieg ich in Akureyri aus.
Ich dachte wir wuerden also das Auto finden und nach Hause fahren, war ja auch schon kurz vor 20h und wir wuerden sicher 3-3 1/2 Stunden brauchen. War natuerlich nich so! 1. kommt es anders, 2. als man denkt, 3. war ich in Island und 4. und am wichtigsten mit meine Gastvater unterwegs:
Bei der Landung hatten wir uns ueber ein kleines Flugfeug am Rande des Rollfeldes unterhlaten, mein Gastvater erklaehrete mir es wuerde nach Grimsey (kleine Insel, 70 Einwohner, nördlichster Punte Islands, ueber den Nordpolarkreis) fliegen und meintes so ganz beilaeufig "hey wolln wa mit fliegen?" ich sag aus Spass "ja, warum nicht".
Ok, von wegen schnell Buero, Auto, nach Hause... ca.15 min spaeter sass ich in einer, bei der "Icelandair Akureyri" gestohlenen Jacke, in einer genauso kleinen Maschiene (aber diesmal voll). Mit seinem natuerlichen "Vitamin B(eziehung)" hatte Einar uns in Akureyri Freifluege organisiert- 5 min vor Abflug!
Um 20:15h standen wir also auf Grimsey, nun mal wirklich am Arsch der Welt. Das Flugzeug war eins das nicht besonders hoch fliegt (nicht ueber die Wolken also mehr so sightseeing) und so kam es, dass ich den ersten Wal meines Lebens unter mir im Meer schwimmen sah.
Durch "Vitamin B" arrangierten wir uns ein Auto und eine Fueherin (die nette junge Pilotin), fuhren die 1 Strasse auf Grimsey ab. Anschliessend war die Zeit gekommen um den Nordpolarkreis zu ueberschreiten, was sich auf Grund von Seeschwalben, die anscheinend ihre Nester drumherum auf dem Rasen hatten, als durchaus schwierig erwiess(Seeschwalben haben die dumme Angewohnheit sich auf alles zu stuerzen was ihren Eiern nahe kommt, und ich meine Stuerzen wie Sturzflug aus Köpfe, begleitet von Picken!).

Dann war da Ivan, auf Grimsey *KOPFSCHUETTEL*. Um 21:15 treffe ich, am Arsch der Welt, Ivan, Austauschschueler aus Ecvador- ich dachte ich haette Haluzinationen! Aber jetzt muss ich sagen: "Welt, pass auf wir Austauschueler sind uebrall und werden die Weltherrschaft an uns reissen"!
Weiss, hab schon ziemlich viel geschreiben is aber leider immer noch nicht fertig:
Das Auto entpuppte sich als nagelneuer, sehr cooler, bequemer Jeep,und wir machten uns dann endlich auf den weg, am Mývant (Muckensee) vorbei nach Hause- aber immernoch reden wir von einer meiner letzten fahrten und meinem Gastvater, das heisst an dieser Stelle von 23-1h wurde -bei Mitternachtssonne- das Mývatn-Kulturprogramm eingebunden!
Um ca. 23h kamen wir an einem Park an, bestehend aus Zwergbirken und hohen Lavaformationen. Die Wanderwege hiessen, "kleiner Ring", "grosser Ring" und "Kirchring", wir entschieden und fuer Kirche,
weil wir dachten das waere so Mittel, war natuerlich nicht und die ganze Aktion hat ca 1h gedauert, in der ich eigentlich schon immer gedacht hab wir wuerden das Auto nie wieder finden. Stellt euch das mal vor, Leude die sich um 12 nachts in Park verlaufen... zum schiessen!
Die naechste Sache waren dann unterirdisch heisse Quellen, also so mit Dampf aus der Erde, aber auch grossen Steingrotten, in den man baden kann (da haben wir dann ausserversehen ein Liebespaar gestört).
Nach dem Mývatn ging die Landschaft wieder in die triste Mondlandschaf(Dort wurde Armstrong trainiert) ueber die den Weg nach Egilsstadir saeumt. Sie war im Sommer, wie im Winter immer deprimieren, mit der Ausnahme das gestrn die Sonne Alles in ein mildes, oranges Licht tauchte und die Wolken rot und purpurfarben aussehen liess. Mit diesem Bild im Kopf glitt ich um halb drei in einen tiefen Schlaf.

Verfasst am 29.05.2004 18:42:32 Uhr Popkorndiaet & Parkgespraeche Erstmal die guten Nachrichten.: ich bin 2 kg losgeworden, was wie ich vermuten wuerde darasn liegt das ich mich seit ca. 4 wochen so gut wie nur von Popkorn und Special K ernaehre. Die ganze Sache passt mir zwar ganz gut in den Kram, war aber eigentlich nicht geplant, also nicht das ich mich zu Kornflakes und popkorn zwingen wuerde... nein, das hat hauptsachlich damit zu tun das ich kuerzlich rausgefunden habe dass Popkorn mit Salz einfach klasse sind und meine neuste Entdeckung heisst 2min Mikrowellen Popkorn. Die Kornflakessache, bezieht sich darauf, dass man irgendwie hier kein Nutella bekommt, und es sehr selten Salami gibt und ich mein wer kann schon 10 Monate von Kaesetoast leben? Also ich nicht.

Gestern haben Lára un ich Vidoeabend gemacht; erst „10 Dinge die ich an dir hasse“ und spaeter kam im Fernsehen „Coyote Ugly“ - zu viele glueckliche Paare fuer 2 einsame Seelen wie uns *seufz*.
Feeling: very Girly, still not figured out if that’s a good feeling.
(Hier muss mal eingeschoben warden das ich mich immer haeufiger dabei ertappe Saetze auf einer Sprache anzufangen und auf einer anderen zu beenden... *strange*)
Irgendwie (könnte daran liegen das wir –wie mehrmals erwaehnt- n bisschen komisch sind) kamen wir dann um halb 1 auf die tolle Idee doch noch ne kleinen Nachtspaziergang zu machen- was fuer uns qeigentlich schon garnicht mehr so komisch ist, seit wir das schon n Paar Mal öfter gebracht haben.
So kam es also, dass wir Nachts bis 2uhr bei roetlichem Licht in einem winzigen Park in Ostisland sassen (naja ich lag im Gras), darueber philosophierten ob die Sonne grade unter- oder aufgehen wuerde und ob „Hey, Rauchen ist ungesund“ (damit wollte ich eigentlich den Securitytyp der Bar anlabern, mit welchem ich Mathe hatte- hab mich aber leider nicht getraut) eine gute Anmache waere und auch bei Nichtrauchern angewendet werden könnte.

Nachdem ich halb erfrohren und ziemlich albern geworden war, entschied Lára mehr oder weniger, dass auf jedenfall ICH dann besser mal schlafen gehen sollte und brachte mich nach Hause!
War n netter Tag/Nacht! Und heute ist ein neuer wunderbarer Tag und eine wunderbare Nacht die fuer alles offen ist.Und ehrlich gesagt... dieses naechtlich Parkgespraech waren echt cool... fast besser als unser Obstsalatpicknick im Wald vor ein paar Tagen...
Was mach ich eigentlich ohne Lára in Deutschland? Ich galub ich werd doch noch ne Weg finden muessen um sie zusammenzufalten und im Handgepaeck mitzunehmen!

Verfasst am 21.05.2004 15:46:07 Uhr zu viele Leute Durch eine Anhaeufung von Zufaellen hatte ich in letzter zeit nicht besonders viel Zeit neue Eintraege zu schreiben. Hier eine kleine Zusammenfassung:
Erst wurde mein computer vom Sasser befallen (danke Sasserprogramierer das du so ca .50km von meiner deutschen Heimat lebst, jetzt werd ich hier immer damit aufgezogen, das es bei mir zu Hause nur BÖSE Menschen gibt und die Jugendlichen n bisschen verwirrt sind).
Dann wurde ich von einer Minute auf die andere auf einen Bauernhof geschickt um zu helfen- was eigentlich wirklich viel Spass war, seit kleine Laemmer tausend Mal suesser sind als kleine Arschlochkinder, und jetzt, da ich wieder zu Hause bin ist mal wieder full House und Computernutzung unmöglich.
Meine Cousine hat Schulabschluss und hier wird also ne „kleine“ Abi-Party veranstaltet – das ist jedenfalls was mir erzaehlt wurde vorgestern... seit aber saemtliche verwante gestern hier waren um irgendwas abzugeben, mitzu nehmen, kochen usw... und im Keller 4 Torten und 2 Blechkuchen stehen, beginne ich an dem „KLEIN“ zu zweifeln.
Ich weiss auch nicht warum, aber ich war noch nie Fan von diesen Familienparties, vielleicht bion ich zu jung? Bei mir zu Hause in Deutschland, das war noch ok, da sah man sich sonst nicht so oft, aber come on, es gibt hier keine Verwanten zu denen man laenger als 5 min laufen könnte und die man nich Zufaellig alle 2 Tage beim Einkaufen trifft.
Ich beschwer mich ja manchmal darueber das der computer nicht nutzbar ist, aber jetzt möchte ich mal ein Toilettenbeispiel geben (man halte sich vor augen das alle Leute ca.3 strassen weiter wohnen):
Ich wollte die Toilette benutzen und stellte fest, das meine kleinen cousinen gebadet wurden, (also die Zwillingsbabies)- ich versuchte es ein halbe Stunde spaeter erneut... mittlerweile mit einem recht dringenden Beduerfnis, mein Cousin badete (der Zwillinge grosser Bruder-siehe kleiner Prinz), halbe Stunde spaeter duschte meine Cousine die Schulabschluss hatte, dannach ihr aeltere Bruder, und ich brauchte 2 ½ Stunden um ein bisschen Wasser loszuwerden, waehren irgendwelche Leute mit eigenem zu Hause bei uns duschten!
Mitlerweile freu ich mich echt auf zu Hause, besuche telefonisch angekuendigt, selten mehr als 4 Leute auf einmal, Höflichkeit, und 2 Badezimmer!!!
Vielleicht ist das auch ein Grund warum ich gerne Ausziehen wuerde, ich hab nie geglaub das ich jemals so geniessen wuerde alleine zu sein!!!

Verfasst am 20.05.2004 15:53:06 Uhr
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